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Lebensweg

Hineingeboren in den gerade begonnenen 2. Weltkrieg und aus der mehrfach bombardierten Ruhrgebietsstadt in ein westfälisches Dorf evakuiert.
1943 - 1945
Eigentlich ein völlig unbedeutender Flecken nahe dem heutigen A44-Anschluss Erwitte/Anröchte:

Ein Dörfchen mit damals und heute - als wäre die Zeit stehen geblieben - ca. 100 Einwohnern. Für den, der dort in einer prägenden Zeit seiner Kindheit lebte, eine sich mit den Jahren zunehmend verklärende Insel glücklicher Kinderjahre. Es war ein Dorf mit damals einer Reihe von klassischen Bauernhöfen, mit Vieh- und Weidewirtschaft, Zugpferden, ganz wenigen Traktoren, Pferdekutschen und –schlitten, mit Gärten und Obstbäumen, Teichen und einer winzigen Kapelle, die eine historisch wertvolle geschnitzte Madonna beherbergte. Ob klirrende Kälte, Regen oder Sturm oder drückende Sommerhitze: Mittags wurde Engel-des-Herrn geläutet. Und im strengen Winter gab’s viel Schnee und singendes Eis auf den zugefrorenen Weihern. Und im Frühjahr Unmengen von Maikäfern… Unvergessen bleiben auch die mehrmaligen Ferienwochen als Schulkind dort, wo diverse Varianten der Erntehilfe auf Feldern, Hof und in Scheunen und Ställen mit zum Erfahrungsspiel gehörten und als willkommene Alternative zum Zeitvertreib in den Noch-Trümmern der Großstadt zählte. Waltringhausen - ein Ort, in dem die Liebe zur Natur ihren Ursprung fand.

 Dorfidylle: Ententeich und Kapelle
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kriegsende, zurück ins Ruhrgebiet, Volksschule. Der aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrte Vater machte sich, nach einer 2-jährigen Tätigkeit bei der Stadt, selbstständig mit einer Drogerie.
Klavierunterricht mit 10 Jahren, nur vier Jahre lang. Flötenchor beim Organisten der Gemeinde, der später kostenlos Harmonielehreunterricht gab, nicht ganz uneigennützig, da eine Organistenvertretung erhofft wurde, was auch gar nicht lange auf sich warten ließ. So wurde die dreimanualige Klais-Orgel seitdem auch fast jeden Tag bearbeitet, im Selbststudium; Literaturspiel und Improvisation wechselten sich ab.
 
Am Jungengymnasium Abitur. Studium in Köln an der dortigen Musikhochschule mit den Instrumentalfächern Klavier und Orgel. 3-semestriger Kratzkurs Geige. 1. Teil des 1. Staatsexamens. Anschließendes Philosophikum. Begonnene, aber später abgebrochene Zweitfächer: Kunstgeschichte, Englisch, Erdkunde.
 
Hochzeit 1964. Beide sind heute noch immer zusammen.
 
Schnüffelphase an einer Waldorfschule : 3-monatige Eurhythmiebegleitung und Chorleitung im dortigen Schülerheim, Klavierspiel zu den „Oberuferer Weihnachtsspielen“ usw.: Die Pädagogik Rudolf Steiners war gut zum Kennenlernen, letztlich aber weniger passend für die geplante Lebensaufgabe als Lehrer an einer staatlichen Schule. Trotzdem: Sohn Patrick besuchte dort den Kindergarten. Generell: Ein insgesamt guter Eindruck ist geblieben, und immer wieder motivieren Veranstaltungen dort zum Besuch.
 

Nach der Zeit an der Waldorfschule: In manchen Semesterferien waren Studentenjobs angebracht, so bei der Stadtverwaltung (Gesundheitsamt, Sozialamt, Musikbücherei) und - besonders prägend - dem Gelsenkirchener Großen Haus, später „MIR“ („Musiktheater im Revier“).

 
Nach dem Beginn als Lehrer an einem Bochumer Gymnasium  nebenbei Fortsetzung des Studiums in Münster (Erziehungswissenschaft) mit abschließendem Examen und Beginn der auf ein Jahr verkürzten Referendarzeit in Hagen. Nach der Zeit an der Goethe-Schule Bochum und der als Fachleiter am Studienseminar für die Sekundarstufe II, ebenfalls in Bochum (s. Unterrichten und Ausbilden) gab's und gibt's viel Zeit für all das, was das Leben erfüllt und farbig macht, nicht zuletzt und weiterhin das Orgelspiel, sei es als Vertretungsorganist in verschiedenen Gemeinden der Stadt, sei es vor allem auch als freier Künstler vor dem Spieltisch einer Orgel mit dem Ad-hoc-Spiel der freien Improvisation...
 
Sohn Patrick Hagen ist mittlerweile selbstständiger Musiker (Klarinette, Saxophon, Komponist), Lehrer für Klarinette (an der Musikschule in Mülheim) und Sprecher. (www.patrick-hagen.de)

 

 

 

  Als Midi-Datei (1,59 KB) im Hintergrund: "Kleines Menuett" (!), A-Dur ( erstes eigenes Stückchen mit 14 Jahren).

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