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Gesichter, Augen, Charaktere – sie sind wie Landschaften, bisweilen diesig verschwommen, dann wieder deutlich wie bei klarem Wetter die Aussicht von einer Höhe, hinein in die Weite bis zum Horizont – stets hoch anregend für die geistige Aktivität. War immer schon leitendes Interesse. Was lag näher, als sich schon mit 16 für die Psychoanalyse u.ä (Otto Tumlirz, Sigmund Freud, Alfred Adler, Ludwig Klages usw.) lesend und nachdenkend zu interessieren? Ein besonderes und später in ähnlicher oder anderer Form wiederkehrendes Jugendhobby….
 
Neben eifrigem Basteln und Spielen mit Holz, Märklin-Eisenbahn, neben Elektro-Tüfteln und Schach in jungen Jahren gab es für manche kürzere oder längere Zeitabschnitte ambitionierte Tätigkeiten wie Zeichnen und Malen. Auch Grafik und Karikatur. Anlässe waren beispielsweise Pauker oder Schüler, die dann während des Unterrichts dran glauben mussten. Eine Sammlung bzw. ein Album mit Zeichnungen (Portraits, Karikaturen, Entwürfe, Akte usw.) als quasi Nachweis eines vorzugsweise früheren Hobbys ist unter dem Link Rolf Hagen: Zeichnungen etc.  einzusehen.
 
 
 
Im Unterricht entstanden
 
Schülerkarikatur
 
 
Bleistiftzeichnung
 
Hochschullehrer
 

Häufiger waren es auch Titelblattentwürfe, Reklamegrafiken und sonstige Gestaltungselemente für Schüler- und Bierzeitungen. Einen Extra-Stellenwert, weit über die Schulzeit hinaus, hatten Gesichtsportraits von Freunden, Bekannten, sogar Fremden, aber auch von nahe stehenden Menschen wie z.B. dem Klavierpädagogen H. an der Kölner Hochschule für Musik

 
Aber auch ganz anders konnte die Freizeit aussehen: Der Familie kam u.a. der frühe und engagierte Ausbau einer Kellerwerkstatt mit manchen Maschinen und manchem Werkzeug zugute: Im Laufe der gemeinsamen Jahre mit H. und - ab 1969 - mit Sohn Patrick wurden etliche Decken oder Wände tapeziert oder vertäfelt, Fußböden verlegt, es wurde mit Zeichnungen entworfen, gesägt, gestrichen, geschweißt, repariert, und vieles, vieles mehr. Mal waren es Platinen für Generatoren, Modulatoren, Mischpulte oder Hallgeräte, um elektronische Musik zu produzieren, mal die Wersi-Zenith-Orgel, ein Projekt mit geschätzten 60.000 (!) Lötstellen. Nicht nur wir im Hause, auch manche Gäste haben vielfach, u.a. bei Hauskonzerten, davon profitiert.
 
 
Der 6 x 24 m große Garten hinterm Haus war zu Beginn des Einzugs in eine andere Wohnung ein Hobby, auch dann, wenn gesät und gepflanzt, jeder Zentimeter Unkraut entfernt wurde. Ebenso noch, wenn nach exaktem Plan der Strom für Beleuchtung und zum Gartenhaus verlegt wurde. 6 neue Granitsteinfelder (September 05)Im Laufe der Zeit aber standen die praktisch ganzjährigen Mühen mit dem riesengroßen Kastanienbaum in Nachbars Garten als ein ungeliebtes Muss zeitweise im Vordergrund – „Zeit“-erscheinung… Doch jüngst, im Sommer 2005, bekam der Garten ein vollständig neues Gesicht und ist außerdem pflegeleicht: Basaltsteinumrahmte Granit-Pflastersteinflächen, in verschiedenen geometrischen Formen, sind, im Verein mit gezielt gesetzten Pflanzen und Kübeln, insgesamt recht pflegeleicht, haben einen leicht japanischen Touch...
 
Zeitlich begrenzte Projekte waren es vielfach, die den Ausgleich zur beruflichen Tätigkeit bestimmten. So gab es über einige Jahre Fische im Hause, natürlich im Aquarium. Und die Pflanzen darin genau so wichtig! Zunächst im damaligen Arbeitszimmer im Keller, später auf dem angebauten Balkon. Mit einem selbst gebauten doppelten Ionenaustauscher war man fähig, Rio-Negro-Wasser für die Züchtung von beispielsweise Skalaren oder Diskusfischen herzustellen. Bis dann nach Jahren ausgedehnter Erfahrung ein aggressiver Schachtelhalm, aus einem Wald in der Nachbarstadt besorgt, das Aquarium-Silikon durchbohrte und eines Tages ziemlich plötzlich 300 l Wasser auslaufen ließ, bis hin auf die Tasten des Ibach-Klaviers im Wohnzimmer…
 
Die Angelphase war eigentlich den 70-er Jahren vorbehalten. Eine richtige Ausrüstung musste her mit mehreren Ruten, Rollen und einer umfangreichen Sammlung von Spezialgedöns. Sonntags frühmorgens um 5 Uhr schon an einer bestimmten Stelle des Kanalhafens der Stadt stehend, wenn die noch junge Sonne sich im Wasser spiegelte, die Vögel ihr Morgenlied sangen, aber sonst Ruhe war und Stille und der spezifische Geruch von Wasser und Morgenluft um die Nase wehte, bedeuteten das beschauliche Herrichten des Angelgeschirrs, das Halten der Rute und dabei Beobachten-Können von Wasser, Umgebung und Natur wahre Erholung.
 
Kürzer war die Reitphase, als Abwechselung zum Angeln und als sportliche Steigerung sowie zum Kennenlernen überhaupt gedacht. Es waren der Erinnerung nach wohl nur zwei Jahre, die dieser Zeitvertreib, zunächst einmal die Woche, später aber seltener, andauerte. Das Pferd, „Prinz“ genannt, lief sehr ungemütlich im Trab. Die Alternative in einer anderen Stadt war wegen der gesamten Organisation und der zur Verfügung gestellten Pferde weniger berauschend. Ein Krankheitsintermezzo – eine Magengeschichte – beendete das Reiten.
 
Wieder obenauf, war ein immer wieder gehegter Traum an der Reihe: Fechten. Nach einem halben Jahr Probieren und Simulieren in der Turnhalle eines Gymnasiums, zusammen mit sog. Alten Herren, gab’s dann endlich eine eigene Ausrüstung. Degen und Florett. Ein feiner Sport, bei dem praktisch alle Muskeln gebraucht bzw. trainiert werden, Schnelligkeit in der Reaktion gefragt ist, wobei man aber auch ganz extrem schwitzen kann! Trotz der guten Polsterung konnte es schon mal zum Rippenbruch kommen: eigener Ausfallschritt, Stoß mit der Waffe nach vorn, beide Geschwindigkeiten auch vom Gegner hinzugerechnet einschließlich einer nicht stark genug vorgebogenen Waffe, Treffer – Knacks! Als sich wegen zu geringer Beteiligung die Altherren-Gruppe auflöste, zog eine nun kleinere Gruppe nach H. zur Fechtabteilung des dortigen HTC, bis auch hier nach einigen Jahren die Alten weniger wurden. Beim Wettfechten im nördlichen Rheinland: 3. Platz von NRW im Degenfechten in der Altersklasse. Trotz Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel. Das war’s dann…
 
Was das Segeln angeht, spricht man ja nicht von einem Hobby, sondern von einer Weltanschauung. Um ein Boot auszuleihen, braucht man in Deutschland einen Schein, und um den zu kriegen, kommt man auch zum Segeln. [Nicht ganz so wie im „Hauptmann von Köpenick“…] Scheine bzw. die dazu gehörenden praktischen Prüfungen fanden während je einer Woche im holländischen Grow und auf einem Jahre später erfolgten Dänemark-Törn statt. Es gab insgesamt eine ganze Reihe von unvergesslichen Fahrten, meist Tagesfahrten in niederländischen Seengebieten.
 
 
Ende der 80-er wurde ein Kachelofen hergestellt: gezeichnet, konstruiert (mit Anheizweiche für die Umlenkung des Rauchgases), geschweißt, gemauert, geformt, mit sieben mit Keramikfarben gemalten Bildern, die bedeutsame Gebäude der Familiengeschichte zeigen, die sonstigen Kacheln in "Frankfurter Grün" gehalten, mit einem Sinnspruch versehen und schließlich mit dem Brennofen der Ehefrau gebrannt: seine wohlige Wärme in der gesamten Heizperiode reicht praktisch fürs ganze Haus.
 
 
Hatten manche der beschriebenen Steckenpferde sportlichen Charakter und damit ihre Zeit, ist einiges von den mehr geistigen Lieblingsbeschäftigungen geblieben, so mit Herzblut die Vorliebe für das musikalische Theater. Die dreimonatige Studenten-Ferienarbeit an der zum damaligen Zeitpunkt modernsten Bühne Europas, nämlich Gelsenkirchen, war schon eine Folgeerscheinung einer von innen her motivierten Hinwendung zu den „Brettern, die die Welt bedeuten“. So kann der Genuss groß sein und ein weites Feld innerer Freude öffnen, wenn Konzept und Einfallsreichtum einer Inszenierung genau so stimmen wie das Zusammenspiel talentierter Profis bzw. schöner Stimmen auf der Bühne, wie beispielsweise zuletzt im MIR in Gelsenkirchen in der glänzenden Inszenierung der Grand Opera "Les Troyens" von Hector Berlioz, u.a. mit Christopher Lincoln und der hoch begabten Anke Sieloff (Mezzosopran).
 
 
Bleiben die vielen Facetten persönlichen musikalischen Tuns, sie sind auf anderen Seiten beschrieben.
 
Was aber noch hierher gehört, ist seit Herbst 2003 die Mitgliedschaft in einem Chor, und zwar im „Neuen Chor der Stadt Bochum“, als ganz normaler Mitsänger, im 1. Tenor. (s. www.neuer-chor.de )

 
Seit einiger Zeit gibt's neben dem digitalen Fotografieren übrigens neue, zusätzliche Betätigungen: u. a. Videofilmen und -bearbeiten. Juni/Juli 2005 entstand ein 48-minütiger Film mit eigenem Text und eigener Musik über das Dorf W. (s. Kapitel "Kindheit...") mit dem Titel "Trip zurück in die Kindheit - Suche nach Spuren der Vergangenheit".

 

 Blickrichtung Anröchte

Feldweg in Waltringhausen. Aus dem

Videofilm "Trip zurück in die Kindheit"

 

Es folgten zwei knapp einstündige Videos ähnlicher Machart: "Die Reise nach Görlitz" (Sept. 2005) und "Auf König Arthurs Spuren", Reise nach Südengland und Cornwall (Juni 2006).

Des weiteren ein Hobby, das nach und nach ausgeweitet wurde: Webdesign. Davon hat die Neugestaltung dieser Seite profitiert. Aber auch andere Seiten wurden aufgebaut und ins Netz gesetzt, so die Homepage des Neuen Chores der Stadt Bochum (http://www.neuer-chor.de). Das Singen im Tenor dieser musikalischen Gemeinschaft zählt nicht nur wegen des Singens, sondern auch wegen der besonders geschätzten sozialen Kontakte  mittlerweile zu einer ganz wichtigen Freizeitbeschäftigung.

Wohnzimmeransicht
des Kachelofens
(Mouse over: Feuerseite)
 
 

Ein neues Auflichtmikroskop seit März 09 hilft dabei, bisher nicht bekannte Nahstrukturen von Gegenständen zu entdecken und aufregende Makro-Fotos zu machen, so z. B. von bis zu 260 Millionen Jahre alten Kleinstschnecken, die im Bernsteinschmuck eingeschlossen sind.

 

Mikroskop-Fotos von jeweils etwa 2 mm großen Bernstein-Einschlüssen

 

In der ersten Hälfte des Jahres 2009 konnte über die vertiefte Beschäftigung mit der Diktiersoftware Dragon ein kleines (50-seitiges) Märchenbuch für Jungen fertig gestellt werden "MIRKO entdeckt eine verzauberte Welt - Verwandlungsgeschichten um einen braunen Kasten mit lauter bunten Fläschchen". Titelgestaltung und Illustrationen: Andreas Grochowiak.

Mirko-Titelbild

 

 

Rolf Hagen: Konzert für Horn u. Orchester, 3. Satz: Allegretto, entstanden 1993 (Korg-T1-Programmierung; Youtube-Präsentation ca. 5 Min.)

Rolf Hagen: "INTERMEZZO" aus der Inszenierung von Goldonis "Diener zweier Herren", Komposition für Cembalo, entstanden Febr. 1988 (1,08 Min., mp3, s. auch Volksbühne Körner)

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